Schlossgedanken

23. November 2006
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Barnabas, die Zweite

von checkpoint in Schlossgedanken

Hallo!

Heute wollen wir einen weiteren Blick auf das Leben von Barnabas werfen. Wir wissen, dass er zur Zeit der ersten Gemeinde in Jerusalem lebte. Einige Jahre, nachdem die Gemeinde gegründet wurde, begann eine große Verfolgungswelle. Christen machten sich aus dem Staub, Barnabas aber blieb zusammen mit den anderen Leitern vor Ort. In Apostelgeschichte 8,1 wird zum ersten mal Saulus erwähnt:
„Saulus aber willigte in Stephanus‘ Tötung mit ein. An jenem Tag entstand aber eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem; und alle wurden in die Landschaften von Judäa und Samaria zerstreut, ausgenommen die Apostel.“

Dieser erwähnte Saulus wurde später zum bekehrten Paulus. Eigentlich hatte Paulus ja eine ähnliche Karriere hinter sich wie Barnabas. Beide waren Juden, beide hatten eine rabbinische Ausbildung und beide wurden Christen. Nur eben: Paulus hatte die Christen arg verfolgt und wurde von allen sehr gefürchtet. Doch dann begann er Jesus nachzufolgen und er war in Damaskus in der christlichen Gemeinde, die dort entstanden ist. Dort wurde Paulus im Glauben gefestigt und bezeugte vielen Juden, dass Jesus wirklich der Messias ist. Als es dann aber brenzlig wurde für ihn, und die Juden ihn umbringen wollten, schleusten die Christen Paulus aus Damaskus und er kam nach Jerusalem. Dort wollte man ihn aber zuerst nicht akzeptieren. Schließlich war er DER gefürchtete Mann. Dass er sich nun als Christ ausgab, schien den Menschen in der Gemeinde in Jerusalem wie ein fieser Trick. Man vermutete in ihm einen Spion. Und wieder kommt Barnabas ins Spiel! Er war es, der auf Paulus zuging und ihn in die Gemeinde einführte. Auf Barnabas hörte man: „Barnabas aber nahm ihn (Paulus) und brachte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen habe und dass der zu ihm geredet und wie er in Damaskus freimütig im Namen Jesu gesprochen habe.“

Später brachte Barnabas Paulus nach Antiochia und leitete mit ihm zusammen die Gemeinde dort.

Irgendwie hatte dieser Barnabas einfach einen besonderen Durchblick, wie es scheint. Alle hatten Angst… Barnabas aber erkannte, dass der Glaube von Paulus echt ist und setzte sich für ihn ein. So gebrauchte Gott Barnabas, um Paulus in die Gemeinde in Jerusalem zu führen. Und auch diesen besonderen Blick, den Barnabas hatte, bekam er von Gott. So können auch wir Gott um den richtigen Blick für Menschen bitten. Die Frage ist nur: Wie wichtig ist es uns, dass wir die Menschen so sehen, wie Gott sie sieht? Vielleicht muss Gott uns auch neu ausrichten, damit sein Blick (wieder) unser Blick werden kann! Lassen wir uns, wie Barnabas, darauf ein?!?

Viele Grüße und Gottes Segen,

Euer Schlossteam


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