Schlossgedanken

12. Juni 2008
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Nur einer

von checkpoint in Schlossgedanken

Hallo!

Hat euch auch das Fußball EM Fieber gepackt? Oder seid ihr davon nicht angesteckt? In Lukas 17 lesen wir von zehn Männern, die nicht Fußballfieber hatten, und auch nicht nur normales Fieber, sie waren ernsthaft krank und litten unter Aussatz. Wer damals als Aussätziger galt, wurde von der Gemeinschaft des Volkes ausgeschlossen, weil er als unrein galt. Die zehn Aussätzigen wagen deshalb, Jesus nur von ferne anzusprechen und bitten ihn, sie zu heilen. Jesus fordert sie auf, sich den Priestern zu zeigen, denn wer wieder gesund war, musste sich den Priestern zeigen und ein besonderes Opfer darbringen. Und tatsächlich: sie gingen hin und wurden gesund! Das traurige ist: Von den zehn Männern kamen neun nicht auf die Idee, sich bei Jesus zu bedanken. Nur einer kam zurück zu Jesus, und das war ein Samariter; einer, mit dem viele gläubige Juden nichts zu tun haben wollten…
Aus Indien stammen folgende Gedankendazu:
Neun Männern, die aussätzig waren, stellte ich die gleiche Frage: Warum kehrten Sie nicht zu Jesus zurück, um ihm für die Heilung zu danken?

„Ich bin von Natur aus nicht undankbar, aber ich wollte erst meiner Familie und meinen Bekannten zeigen, dass ich gesund war. Danach wollte ich danken, doch Jesus war weitergegangen…“

„Ja, ich wollte Jesus schon danken, aber doch nicht zusammen mit diesem Samariter, denn ich bin gläubiger Israelit. Ehe ich einen Boten fand, war Jesus weitergegangen…“

„Nicht nur mit leeren Worten wollte ich Jesus danken, sondern mit einem Geschenk, aber als armer Mann fand ich nichts Passendes…“

„Grundsätzlich hatte ich vor, Jesus zu danken. Als ich mich den Priestern zeigte, war ich geheilt, doch wusste ich nicht, ob das von Dauer war. Jetzt, wo ich es weiß, ist Jesus nicht mehr hier…“

„Fast wäre ich mit dem Samariter umgekehrt, um Jesus zu danken. Aber dann hätte ich vor den vielen Menschen sagen müssen: Ich war aussätzig, du hast mich geheilt. Das wäre mir peinlich gewesen und so ging ich nicht mit…“

„Eigentlich wollte ich Jesus danken, aber mir fiel ein, dass er für das viele Gute, das er den vielen tut, keinen Dank erwartet. Da unterließ ich es auch…“

„Ich bin sonst nicht undankbar, aber in der Freude des Wiedersehens habe ich es glatt vergessen; und als es mir wieder einfiel, war Jesus weitergezogen…“

„Es gab viele Aussätzige; sicher war es mein anständiges Leben, das Jesus veranlasste, gerade mich zu heilen…“

„Wirklich, ich wollte ihm danken. Aber die meisten kehrten nicht um, und ich folge grundsätzlich der Mehrheit…“

Ich habe auch den Samariter gefragt, warum er dankte. Er antwortete: „Ohne zu atmen, kann ich nicht leben. Ohne Jesus zu danken, konnte ich nicht nach Hause gehen.“

Nur einer. Nur einer kehrte zurück zu Jesus. Nur einer pries Gott mit lauter Stimme. Nur einer gab Gott die Ehre. Nur einer dankte. Und wir? Wir oft kehren wir uns zu Jesus und sagen DANKE? Welche Gründe finden (oder erfinden) wir, wenn es darum geht, Jesus zu danken? Vergiss nicht zu danken …

Der Sommer kommt immer näher, und damit auch unsere Freizeiten. Nicht vergessen: G€LD OD€R L€B€N – das Thema für die Teenagerwoche vom 05. – 12. Juli 2008. TRANSFORMERS – TED vom 23. Juli – 02. August 2008. Wir freuen uns auf Euch!
Viele Grüße vom Schloss,
  Euer Schlossteam


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