Gott, der große Abfallkünstler
Hallo vom Schloss!
Hast du schon mal von Robert Rauschenberg gehört? Er war ein amerikanischer Künstler, der großen Einfluss auf verschiedene Bereiche der Gegenwartskunst hatte. Zu seinen Werken zählen unter anderem riesige Collagen – gefertigt aus zusammengesuchtem Müll. Seine Skulpturen sind bunt, wirken fast lebendig, und bestehen doch aus toter Materie.
«Ich suche herrenlose Objekte, um sie zu retten und einer neuen Bestimmung zuzuführen», beschrieb Rauschenberg in einem Interview seine Mission. Ist es nicht genau das, was Jesus auch mit unserem Leben tut? Zu seiner Mission sagte er einmal: «Ich bin gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.» Lukas 19,10
Im Gegensatz zu Rauschenberg kümmert sich Jesus nicht um leblose Objekte, sondern um lebendige Menschen. Menschen, die aus ihrer Bestimmung gefallen sind und auf der Müllhalde des Lebens, getrennt von Gott, leben oder die an irgendwas großen Schaden genommen haben.
Ob wir uns dessen bewusst sind, oder nicht, die Bibel beschreibt den Menschen seit dem Rausschmiss aus dem Paradies als Geschöpf, das nicht mehr im ursprünglichen Sinne lebt und von daher entstellt ist.
Jesus hat keine Berührungsängste mit dem, was kaputt ist in unserem Leben. Jesus hat keine Angst vor unserem Dreck. Jesus macht sich gerne die Hände schmutzig, wenn uns dadurch geholfen werden kann. Für Jesus steckt in unserem Scheitern und Versagen, sei es nun selbstverschuldet oder nicht, ein großes Potential. Er kann daraus ein Kunstwerk machen, das ihn ehrt.
In diesem Sinne ist Gott tatsächlich der große Abfallkünstler!
Falls du am Wochenende auch beim Schladminger Jugendtag bist, freuen wir uns auf ein Wiedersehen – schau bei unserem Stand vorbei! (Nähere Infos zum Jugendtag unter www.fontaene.at )
Viele Grüße,
dein Schlossteam