Ich bin…
Hallo!
„Und, wer bist du?“ Am Schloss wird mir oft diese Frage gestellt und im Normalfall stelle ich mich dann mit Namen vor („Ich bin Kerstin!“) und erkläre, was am Schloss meine Aufgabe ist.
Die nächsten Wochen möchten wir mit euch einen genaueren Blick darauf werfen, wie Jesus sich vorstellt. Im Johannesevangelium entdecken wir die sogenannten „ICH-BIN-Worte“ von Jesus. Er stellt sich mit verschiedenen Namen vor und erklärt auf dieser Weise, was seine Aufgaben sind, was sein Ziel ist.
Als Gott sich im Alten Testament Mose vorstellt, nennt er seinen Namen: „ICH BIN, der ich bin.“ (Exodus 3, 14) Wann immer Jesus den Namen „ICH BIN“ benutzt, stellt er den Anspruch, Gott zu sein. Als er zum Beispiel seinen Jüngern am See entgegen geht, sagt er zu ihnen: „Ich bin´s! Fürchtet euch nicht!“ Die Jünger wussten, welchen Namen Jesus damit eigentlich ausspricht.
Nachdem Jesus über fünftausend hungrige Mäuler gestopft hatte, wollten die Menschen ihn zu ihrem König machen – kein Wunder: Ein „Brotvermehrer“ als Herrscher könnte dafür sorgen, dass es keine Hungersnöte mehr gibt… Doch Jesus flieht. Es geht ihm nicht um Ehre bei den Menschen. Es geht ihm auch nicht darum, eine 24-Stunden-Bäckerei zu gründen, wo es jederzeit kostenloses Brot gibt. Es geht ihm um mehr.
“Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie wieder hungern. Wer an mich glaubt, wird nie wieder Durst haben.“ Johannes 6, 35
Brot ist gut, Brot hält uns am Leben. Jesus aber gibt uns Leben. Ewiges Leben. Er schenkt die Qualität an Leben, die uns nie mehr hungern lässt nach mehr. Kennst du den “Hunger nach Leben”? Das Gefühl, es muss noch mehr geben, das Gefühl, das kann nicht alles sein? Genau diesen Hunger stillt Jesus, indem er uns sich selber schenkt. Als Brot des Lebens. Wie auch immer sich dein Lebenshunger heute zeigt, lass ihn von Jesus stillen!
Herzliche Grüße,
Euer Schlossteam