Nachhause kommen
Hallo!
Wie würdest du beschreiben, was „Zuhause“ ist? In England wurde vor einigen Jahren die beste Definition dafür gesucht und gewonnen hat die Aussage: „Zuhause ist der Platz, wo du am besten behandelt wirst und dich am meisten beschwerst!“ Das stimmt vielleicht nicht für uns alle, aber ich vermute, da ist was Wahres dran…
Jesus spricht in seinen Abschiedsreden auch von seinem Zuhause, und Kapitel 14 im Johannesevangelium führt uns zum heutigen ICH-BIN-Wort. Es ist ein sehr bekanntes, weißt du, welches?
Jesus beginnt und endet diesen Abschnitt mit „Euer Herz erschrecke nicht!“ Dabei hatten seine Jünger, denen er diesen Satz zuspricht, alle Grund zur Sorge und zum Erschrecken. Jesus hatte ihnen kurz vorher gesagt, dass einer aus ihrer Runde ihn verraten würde und dass sogar Petrus (!) ihn verleugnen würde. Kein Wunder, dass die Jünger erschrocken und ängstlich waren… und dann sogar die Aussage, dass Jesus sie verlassen würde. Jesus – ihr Meister, für ihn hatten sie alles verlassen, ihm sind sie nachgefolgt, und er geht weg? Wo geht er hin? Würden sie mit ihm gehen können? Wie konnten sie dorthin kommen, wohin er geht?
Jesus spricht davon, dass er in das Haus seines Vaters geht; in den Himmel. Dort gibt es viele Wohnungen und er bereitet sie vor für alle, die er eines Tages zu sich holen wird. Heim. Nachhause. Er sagt aber auch, dass nicht jeder in diesen Wohnungen zuhause sein wird. Die Jünger wissen, dass sie dorthin wollen und fragen, wie sie den Weg dorthin erkennen können.
Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“
Dieses bekannte Wort aus Johannes 14,6 stellt klar, dass es keinen anderen Weg in den Himmel, zum Vater, gibt: keine guten Werke, keine religiösen Zeremonien, keine Opfer. Es gibt nur einen Weg, und dieser Weg ist Jesus Christus. Jesus zeigt uns nicht nur den Weg, er IST der Weg zum Vater.
Wie kann nun dieses Wissen, dass wir eines Tages beim Vater im Himmel sein werden, den Jüngern (und uns) helfen und unser Herz beruhigen? In einem alten Lied heißt es: „Who would mind the journey, when the road leads home?“ Was kümmert mich die Reise, wenn ich weiß, dass der Weg mich nachhause bringt?
Am Ende meines Weges wartet mein neues Zuhause, mein himmlischer Vater. Und wenn ich das verstanden habe, fällt es mir tatsächlich leichter, den Weg zu gehen. Ich werde erwartet. Zuhause. Und du?
Viele Grüße,
Euer Schlossteam